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Pro-russische Hacker hinter Angriff auf norwegischen Staudamm, sagt die Polizei

Norwegen Wasserdamm

Nach Angaben des norwegischen Polizeisicherheitsdienstes ist es prorussischen Cyberkriminellen gelungen, die Kontrolle über kritische Betriebssysteme des Bremanger-Wasserdamms in Westnorwegen zu erlangen.

Bei dem Angriff im April wurden die Auslassventile des Staudamms geöffnet. Das Motiv für den Vorfall wird als Beweis für die Fähigkeiten der Eindringlinge angesehen, sich in kritische internationale Infrastrukturen einzuhacken.

Cyberangriff auf Wasserdamm

"Sie zielen nicht unbedingt auf Zerstörung ab, sondern wollen zeigen, wozu sie fähig sind", erklärte Beate Gangaas, Leiterin der PST-Agentur, auf dem jährlichen nationalen Forum von Arendalsuka.

In ihrem Vortrag über die cyberbasierte Sabotageaktion gegen den Staudamm sagte Gangaas, dass der Zweck dieser Art von Angriffen darin bestehe, "Einfluss zu nehmen und in der Bevölkerung Angst und Chaos zu verbreiten".

Seit Ende 2023 habe es in Europa Dutzende von Vorfällen mit russischer Beteiligung gegeben, darunter Brandstiftungen und Sabotageakte, die darauf abzielten, Unruhe zu verbreiten und Schwachstellen auf dem gesamten Kontinent aufzuzeigen.

Lokale Medien haben berichtet, dass die Eindringlinge die Auslassventile des Bermanger-Staudamms in die offene Position bringen konnten, nachdem sie ein digitales System zur Steuerung des Wasserflusses manipuliert hatten.

Kripos, die norwegische Kriminalpolizei, hat dies ebenfalls bestätigt, nachdem sie ein Video analysiert hatte, das pro-russische Hacktivisten über den Messaging-Dienst Telegram veröffentlicht hatten. 

Das dreiminütige Video zeigt das Bedienfeld des Staudamms und ein Wasserzeichen, das angeblich mit einem pro-russischen Cyberkriminellen-Netzwerk in Verbindung gebracht wird.

Als die Staudammbetreiber die unerlaubte Ventilstellung entdeckten und rückgängig machten, waren bereits mehr als 7 Millionen Liter Wasser (mit einer Durchflussrate von 500 Litern pro Sekunde) durchgeflossen.

Zwar wurden keine Personen- oder Infrastrukturschäden gemeldet, doch zeigt der Vorfall deutlich, wie gefährlich Cyberangriffe auf kritische Infrastrukturen sein können, in diesem Fall auf eine Anlage, die Strom aus Wasserkraft erzeugt.

Laut Nils Andreas Stensones, dem Chef des norwegischen Geheimdienstes, ist Russland zur unberechenbarsten und größten Bedrohung für das Land geworden.

Stensones sagte auch, dass Norwegen sich nicht im Krieg mit Russland befinde, auch wenn die politischen Spannungen aufgrund der russischen Hybridangriffe nach wie vor groß seien, und er erwarte keine direkte russische Einmischung in die bevorstehenden norwegischen Wahlen im Herbst.

Die russische Botschaft in Oslo hat die Behauptungen von Gangaas über Cyber-Sabotage gegen den Staudamm als "mythisch", politisch motiviert und unbegründete Anschuldigungen des norwegischen PST zurückgewiesen.

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